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März 1999

80 Jahre danach -
Gedenkfeier für die Opfer des 4. März 1919



Foto: Waldkraiburger Nachrichten

Wie alljährlich gedachten wir auch 1999 wieder der Opfer des 4. März 1919.

"1919 - 80 Jahre danach" hieß es in diesem Jahr auf dem Waldfriedhof in Wald- kraiburg. Einer der stv. Vorsitzenden unserer Ortsgruppe, Dr. Wolfgang Theissig, stellte die Frage: "Ist eine Gedenkfeier noch zeitgemäß? Ist sie noch berechtigt?", die er mit einem klaren JA beantwortete. Er erinnerte daran, daß in den vergangenen 80 Jahren viele Male das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit Füßen getreten worden ist, daß Millionen Menschen aus Ihrer Heimat vertrieben worden sind und dabei haben unzählige Unschuldige ihr Leben gelassen.

"Gerade Sinnlosigkeit und das unsagbare
Leid, das mit derartigen menschverachten-
den Aktionen verbunden ist, zeigt, daß immer
wieder darauf hingewiesen werden muß, daß
Volksgruppen ein Anrecht auf Ihr Selbstbe-
stimmungsrecht, ihre Sprache und ihre Kultur
haben - auch die Sudetendeutschen. Darum
hat auch 80 Jahre danach eine Gedenkfeier
wie diese ihre Berechtigung. Wir hegen die
Hoffnung, daß der Tod aller Opfer im Hinblick
auf die Zukunft letztendlich doch nicht sinnlos
war, daß man mit aller Kraft daran arbeiten
sollte, daß das Unrecht aufhört."

Auszug aus der Festrede von Dr. Wolfgang Theissig
(Bild rechts)


Foto: Waldkraiburger Nachrichten

Während dieser Gedenkstunde riefen Zuhörer die Zahlen der großen Flüchtlingsströme und Vertreibungen seit Ende des Zweiten Weltkrieges.
siehe dazu Daten aus der Mahnaktion



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